Neustadt in Holstein

Missglückter Boots-Diebstahl mit hohem Schaden

Da waren wohl Drogen im Spiel – und eine gehörige Portion Dummheit – beim Versuch in der Nacht vom 7. auf den 8. Juni eine Motoryacht im Yachthafen von Neustadt in Holstein an der Ostsee zu stehlen, richtete ein verhinderter Dieb jede Menge Sachschaden an und katapultierte sich selber erst ins Wasser und dann in Polizeigewahrsam.

Medienberichten zufolge wollte der 25-jährige, der unter Drogeneinfluss stand, mit der Motoryacht nach Fehmarn fahren. Es gelang ihm zwar den Motor zu starten, allein das Boot kam nicht so recht von der Stelle und wollte den Liegeplatz nicht verlassen. „Mehr Gas…“ dachte sich wohl der berauschte Dieb und schob die Fahrhebel nach vorne. Hätte er daran gedacht, die Achterleinen am Steg zu lösen, wäre das Ganze vielleicht sogar noch glimpflich ausgegangen – so aber schoss der Zossen wie vom Katapult abgeschossen durch die Boxengasse, als die Festmacherklampen schließlich mit einem Schlag nachgaben.

Erst die gegenüberliegenden Segelyachten konnten die Fahrt bremsen. Der Dieb soll bei dem „Kavalierstart“ ein unfreiwilliges Bad genommen haben, blieb aber den Meldungen zufolge unverletzt. Sechs schwer beschädigte Yachten, ein stundenlanger Polizei- und Feuerwehreinsatz und ein Dieb, der sich nun neben dem versuchten schweren Diebstahl, auch mit dem Vorwurf der Sachbeschädigung, der Gefährdung des Schiffsverkehrs unter Einfluss berauschender Mittel ist die Bilanz des nächtlichen Einsatzes.