Yamaha WaveRunner

Upgrade in der Leistungsklasse

Das Bessere ist bekanntlich der Feind des Guten – und so rückten die Yamaha-Ingenieure der umfassend ausgestatteten FX-Waverunner Modellserie auf die Pelle aus leichtem Nano Xcell 2 Material. Da man schon dabei war, wurde mit dem EXR zudem ein sportliches Modell mit Dreizylinder TR1 Motor oberhalb des EX Deluxe vorgestellt und die Modelle VXR der GP 1800 R für sportliche Wettbewerbe wurden mit einem umfassenden Update modernisiert.

Das Ziel war auch, technische Funktionen wie z.B. z.B. das RiDE-System, die elektronische Trimmung und die elektronische Diebstahlsicherung  der leistungsstarken Yamaha Waverunner auch bei den kostengünstigeren Modellen zu integrieren.

Yamaha EXR :„Pocket-Rocket“

Der EXR ist die sportlich ausgelegte Topversion der EX-Reihe und punktet mit neuester Austattungs-Technologie, weniger Gewicht und mehr Leistung (Foto: Yamaha)

Mit der EX-Serie schuf Yamaha sehr erfolgreiche und attraktive Einstiegsmodelle. Mit dem neuen Modell EXR setzt der Hersteller jetzt „noch einen drauf“ und erweitert die Baureihe um ein neues Modell, das Vieles in sich vereint, was sonst dem Premium-Segment vorbehalten ist. Das beginnt mit dem Material der Außenhülle aus superleichtem NanoXcel2 Material. Hier werden satte 27 Kilogramm Gewicht im Vergleich zum Modell EX Deluxe eingespart. Der kernige TR-1 HO Dreizylinder dreht um 700 Touren mit jetzt maximal 8000 U/min höher als der des EX Deluxe und leistet damit ca. 10 Prozent mehr und macht den neun Waverunner zur 110 PS starken „Pocket-Rocket“.

Begeistern kann der neue EXR durch sein agiles Handling und den satten Durchzug aufgrund des geringeren Gewichts in Kombination mit höherer Leistung. Zusammen mit dem innovativen RiDE- Steuerungssystem, einem 50 Liter Kraftstoff-Tank,  der leicht ablesbaren, mehrfarbigen LCD-Anzeige, praktischen Stauraum, einem starken Zughaken, einer gut durchdachten und einfach zu nutzende Wiederaufstiegsmöglichkeit und der sportlichen Farbgestaltung ist der neue EXR die klare Empfehlung für alle, die ein potentes, agiles, preislich attraktives und kompaktes Sport- und Spaßgerät suchen, und auf dem neuesten technologischen Stand sein wollen.

FX und FX Cruiser – Motorisierung

Mit dem bewährte DOHC Vierzylinder mit 1812 ccm Hubraum steht für die FX-Modelle ein Aggregat zur Verfügung, das nicht nur mit reichlich Leistung—je nach Modell mit 180 bzw. Kompressor-aufgeladenen 250 PS—und Drehmoment, sowie Laufruhe und Effizienz punkten kann, sondern sich auch durch eine besonders hohe Zuverlässigkeit auszeichnet.

Das zeigt auch die zunehmende Nutzung der sog. Powered Water Crafts (PWCs) z.B. durch die Wasserschutzpolizei, den Katastrophenschutz oder Wasserrettungsorganisationen.

Zur Pressevorstellung der neuen Modelle lud Yamaha ins portugiesische Nazaré, dem Eldorado der Big-Wave Surfer. Hier türmen sich unter entsprechenden Bedingungen aufgrund der Beschaffenheit des Unterwasserreliefs vor der Steilküste die mit bis zu 30 Meter Höhe weltgrößten Wellen an einer Küste auf. Einzige Versicherung der Surfer sind die Fahrer der Begleit-Jetboote.

Weltrekord-Surfer und Yamaha-Partner Garrett McNamara erklärte den anwesenden internationalen Journalisten. „Es kommt aufs Teamwork an…“, und ergänzte: „ …außerdem muss man sich auf sein Arbeitsgerät absolut verlassen können.“  Mit an seiner Seite als Support-Fahrzeug ist immer ein Yamaha Waverunner vom Typ FX SVHO.

Weitere Ausstattungsdetails

Jenseits solcher Extremanwendungen stehen für den „normalen Nutzer“ Vielseitigkeit und Fahrspaß, auf der Pflichtenliste. Die vier Yamaha FX-Flaggschiffe – jeweils als FX-HO und SVHO oder als FX- HO Cruiser bzw. SVHO Cruiser mit erweiterter Ausstattung – wurden komplett neu gestaltet. Neben einer Vielzahl an Detailverbesserungen, wie erweitertem z.T. wasserdichten Stauraum, verbesserter ausklappbarer Trittstufe zum Reboarden und der Möglichkeit Halterungen für Actioncams oder Smartphones, GPS-Geräte oder Musikboxen zu installieren, sowie einem neuen schlanken Design und neuen Farben, fällt auch der lt. Hersteller branchenweit erste farbige Touchscreen auf. Er zeigt präzise und übersichtlich Informationen über Fahrt, Drehzahl, Trimm, Verbrauch u.v. a. an, und lässt sich individuell bis hin zur Farbe der Darstellung konfigurieren. Der 4,3 Inch Screen ist auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar, zudem lässt er sich – allen Zweifeln der kritischen Pressevertreter zum Trotz – in der Tat selbst mit nassen Neopren-Handschuhen noch bedienen.

Neuer FX- Rumpf

Yamaha WaveRunner FX Cruiser SVHO

Die eigentliche Neuerung beim Modellwechsel 2019 ist der neue Rumpf. Für die Fahr-Tests wurden daher auch die Vorgängermodelle zum direkten Vergleich zur Verfügung gestellt. Am Testtag lief ein langer Atlantik-Schwell in die Bucht von Nazaré. Gemixt mit den Heckwellen der ein-und ausfahrenden Yachten und Fischerboote der anderen Jetbooten, ergab sich daher ein recht raues Geläuf im Test-Areal.

Ließ sich das 2012er Modell des FX Cruisers SVHO Waverunner-typisch zwar gut kontrollierbar in der Welle fahren, war mit Rücksicht auf die Knie und die Bandscheiben dennoch etwas Zurückhaltung am Gashebel angezeigt. Der direkt folgende Umstieg auf die neue FX-Generation und dessen konstruktiver Evolutions-Sprung hatte bereits bei der Hafenausfahrt ein „Aha!“-Erlebnis zur Folge. Ab der Mole durften die Piloten so richtig durchladen und ließen sich hier nicht bitten! Lief die vorherige Generation in grober Welle noch etwas hölzern, setzte der neue Rumpf spürbar weicher ein, vermittelte auf Anhieb ein verbessertes Stabilitätsgefühl und gab so mehr Freiraum für mehr Performance – sprich: „Feuer frei!“ Auch die Einstellmöglichkeiten der Lenkkonsole sind erweitert, vielleicht lag es aber auch an einer insgesamt verbesserten Ergonomie, dass sich auch große Fahrer auf der neuen FX auch im Stehen sofort pudelwohl fühlten. Aspekte, die zum beherzten Angasen verleiteten. Mit Nachdruck wurde versucht, den Waverunner in den fahrerischen Grenzbereich zu bringen, aber selbst rüdes Verhalten am Lenker führte nicht zum Kontrollverlust, geschweige denn zur Kenterung – dafür aber zum breiten Grinsen der Jockeys.

Fa(hr)zit

Das Upgrade bzw. der Generationswechsel ist sowohl beim neuen EXR als auch bei den neuen FX-Modellen deutlich er-fahr-bar. Höhere Fahrstabilität durch weniger Gewicht in Kombination mit mehr Leistung beim EXR, sowie die Verbesserungen der neuen Rumpfkonstruktion der neuen FX-Modelle erhöhen den Fahrspaß und erweitern das Einsatzgebiet z.B. bei Rauwasser. In Kombination mit einer großen Ausstattungsvielfalt und erleichterter Bedienung, sind die neuen Yamaha Waverunner damit nicht nur eine Top-Empfehlung für erfahrene Jetboot-Fahrer, sondern erst recht für ambitionierte Einsteiger, die mehr wollen, als nur ein actiongeladenes, schnelles Fahrerlebnis.

Kontakt:

www.yamaha-motor.eu/de/de/dealer-locator

Technische Daten

ModellFX HO /
FXCruiser HO
FX SVHO
FX Cruiser SVHO
EXR
Länge3,56 m3,56 m3,14 m
Breite1,23 m1,23 m1,13 m
Höhe1,23 m1,23 m1,15 m
Trockengewicht376 / 377 kg378 / 379 kg 245 kg
Brennstofftank70 l70 l50 L
Stauraum125,5 L125,5 L29 L
Crew1 bis 31 bis 31 bis 3
Motor1812 ccm
4-Zyl. 4 Takt
1812 ccm
4-Zyl. 4 Takt
Kompressor
1049 ccm
3-Zyl. 4 Takt
Motorleistungca. 132 kw
(180 PS)
ca. 184 kw
(250 PS)
ca. 81 kw
(110 PS)