Keine Corona-Lockerung in Baden-Württemberg: IWGB protestiert

Mit großer Enttäuschung haben die Wassersportler in Baden-Württemberg zur Kenntnis nehmen müssen, dass es vorerst keine Lockerungen für den Betrieb von Sportbooten im „Ländle“ geben wird, obwohl ein Beschluss der Sportministerkonferenz (SMK) vom 28. April diese Möglichkeit unter entsprechenden Auflagen das hergegeben hätte. Nun hat die Internationale Wassersportgemeinschaft Bodensee (IWGB) in einem offenen Brief an die Landesregierung protestiert und die Argumente nochmals vorgebracht. 30 Vereine und Institutionen aus den Bodenseeanrainer-Staaten Deutschland, Österreich und der Schweiz sind Träger der IWGB.

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„Die Internationale Wassersportgemeinschaft Bodensee e.V. als Fachverband für Wassersport und Umwelt ist zutiefst, über die in der Pressekonferenz vom 30. April vorgestellten Lockerungen, enttäuscht…“ heißt es einleitend in dem Schreiben.

„Wir sprechen hier für alle Wassersportsparten, und vertreten die fundierte Meinung, die auch durch Fakten belegbar sind, dass eine Infektionskette durch den Betrieb von Häfen, sprich Nutzung der an den Stegen liegenden Booten, ein verschwindend kleines Infektionsrisiko, im Verhältnis zu den von Ihnen am 30. April vorgestellten Lockerungen, darstellt. …“ so die IWGB und stellt dabei klar: „Die Unterstützung der Hafenbetreiber zur Einhaltung der notwendigen Maßnahmen und Regelung ist selbstverständlich.“

Sportboote im Hafen von Langenargen – wann sie wieder auslaufen dürfen, ist derzeit ungewiss. (Foto: C. Schneider)

Die IWGB wiederholt in Ihrem Schreiben, dass an den Baden-Württembergischen Ministerpräsidenten Kretschmann, die Ministerin für Kultur, Jugend und Sport, Frau Dr. Eisenmann und an die Mitglieder des Kabinetts adressiert ist, die Forderungen für eine Öffnung des Sportboot-Betriebs unter Einhaltung der Regeln und Auflagen, die von der Sportministerkonferenz beschlossen wurden.

Dabei verweist die IWGB darauf, dass der Wassersport ihrer Meinung nach eine sehr viel geringere Kontaktdichte hat als z.B. andere Sportarten und oder der Betrieb in Einkaufsstraßen, auf Spielplätzen, in Gottesdiensten, für die jetzt Lockerungen der Regeln beschlossen wurden. Die Kontaktregeln und Auflagen, wie für öffentliche Orte vorgesehen, können nach Ansicht der IWGB auch in den Häfen und an Bord eingehalten werden.“

Mit Ihrem Schreiben fordert die IWGB die Verantwortlichen nochmals dazu auf, die in der SMK beschlossen Lockerungen unter aller erforderlichen und empfohlenen Sicherheits- und Hygienemaßnahmen in Baden-Württemberg umzusetzen.

www.iwgb.net