Kroatien

Streitpunkt Ankerbojen

Raue Sitten im Bereich der kroatischen Bojenfelder: Die Besatzung eines österreichischen Motorseglers staunte nicht schlecht, als sie am Tag nach einem Streit mit dem Bojenfeldbetreibers in der Ankerbucht Borovnjak (Insel Kakan) das Deck betrat. Ein stinkender Beutel mit Altöl war auf dem liebevoll gepflegten Holzdeck zerplatzt.

Die Ursache des Streits lag offensichtlich im Ankern in der Nähe eines Bojenfeldes. Der Betreiber des Bojenfeldes verlangte dafür zu Unrecht eine Gebühr, da die Yacht zwar in der Ankerbucht, aber in mehr als 150 Metern Entfernung zum Bojenfeld ankerte. Mittlerweile untersucht die kroatische Justiz den Vorfall.

Generell gilt das Thema „Ankerbojen“ in Kroatien als durchaus brisant. Der nautische Pannendienst SeaHelp hatte in diesem Sommer einen „BojenCheck“ durchgeführt. Das Ergebnis war alles andere als zufriedenstellend. Viele Ankerbojen bieten auf Grund aufgrund unzureichend gesicherter Leinen eine trügerische Sicherheit, die SeaHelp dazu veranlasst hat, seine Mitglieder darauf hinzuweisen, diesen Einrichtungen nicht ungeprüft zu vertrauen. Ein SeaHelp-Mitarbeiter: „Die Anzahl von Ankerbuchten losgerissener Yachten, die dann gestrandet sind, steigt von Jahr zu Jahr. Wer auf Nummer Sicher gehen will, sollte den Zustand der Boje unbedingt kontrollieren.“

Mehr dazu auch auf der SeaHelp-Homepage www.sea-help.eu .