Motorboot Jugend:

Deutsche Meisterschaft im Schlauchbootslalom abgesagt

Die Deutsche Motorbootjugend (DMJ) im Deutschen Motoryachtverband e.V. (DMYV) hat entschieden die Deutsche Meisterschaft im Schlauchbootslalom 2020 in Krefeld abzusagen. Das gab der DMYV heute in einer Pressemeldung bekannt.

Aufgrund der Corona-Pandemie sieht die Bundesjugend keine Möglichkeit, in diesem Jahr einen für alle Teilnehmer/innen sicheren, sportlich fairen und ordnungsgemäß vorbereiteten Wettkampf durchzuführen. Die Entscheidung wurde mit breiter Zustimmung im DMYV-Präsidium sowie im Verbandsrat gefällt.

Sportlicher Stillstand und unsichere Lage

Die Deutsche Meisterschaft im Schlauchbootslalom sollte im September beim Crefelder Yacht Club e.V. stattfinden. Ausschlaggebend für die Absage waren neben der vorherrschenden Planungsunsicherheit auch die zeitlichen Rückstände in den Vereins- und Landesmeisterschaften, bei denen sich die Mädchen und Jungen zur Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft qualifizieren. Die 1. Vorsitzende der DMJ, Nadine Kössler, sagt dazu: „Aufgrund des verordneten Stillstands in den Vereinen können die Kinder und Jugendlichen derzeit nicht trainieren und die Verantwortlichen können keine Club- oder Landesmeisterschaften planen. Damit ist es kaum möglich, einen sportlich fairen und ausgeglichenen Wettbewerb im Herbst durchzuführen.“ 
Hinzu kommt die weiterhin hohe Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus sowie das finanzielle Risiko bei einer zu kurzfristigen Absage der Deutschen Meisterschaft. Die unvorhersehbare Entwicklung der Corona-Pandemie macht die Entscheidung zur Absage in der aktuellen Situation unumgänglich. 

Ersatzveranstaltung für die Motorbootjugend in Aussicht

Winfried Röcker, Präsident des Deutschen Motoryachtverbandes, unterstützt die Entscheidung: „ So traurig diese Absage für die Kinder und Jugendlichen ist, so richtig ist die Entscheidung in dieser unsicheren Situation. Das Präsidium des DMYV und die Vorsitzenden der Landesverbände stehen hinter der Entscheidung der DMJ.“ Gleichzeitig stellt er in Aussicht, eine kleinere Veranstaltung für den Motorboot-Nachwuchs im Herbst durchzuführen, wenn es die Krisensituation erlaubt: „Wir können uns vorstellen, eine Jugendfreizeit mit sportlichem Charakter stattfinden zu lassen, die ohne den logistischen Aufwand der Deutschen Meisterschaft und ohne den sportlichen Vorlauf in den Vereinen funktioniert. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die gesundheitlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen stimmen.“   

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