Seenotretter:

1739 Einsätze in zehn Monaten

Auf Nord- und Ostsee sind die Besatzungen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in den ersten zehn Monaten des Jahres 2022 bereits 1739 Mal im Einsatz gewesen. Die Seenotretter haben dabei mehr als 3.100 Menschen geholfen. 370 Menschen wurden aus Seenot gerettet oder aus Gefahr befreit. Seit ihrer Gründung vor mehr als 157 Jahren zählt die Statistik der Seenotretter rund 86.300 Gerettete.

Neben Berufsseeleuten konnten sich auch Wassersportler und Küstenbesucher auf die Hilfe der DGzRS-Besatzungen verlassen.Von Januar bis Oktober 2022 haben die Besatzungen der 60 Seenotrettungskreuzer und -boote 1.739 Einsätze gefahren. Dabei halfen sie insgesamt 3.108 Menschen (Vorjahr: 3.302). Allein 87 (57) von ihnen wurden aus Seenot gerettet, weitere 285 (268) aus Gefahr befreit. 

Modernisierung der Rettungsflotte

Durchschnittlich 30 Jahre lang sind die Rettungseinheiten der DGzRS im harten Einsatz auf Nord- und Ostsee. Entsprechend müssen die Seenotretter ständig ältere Seenotrettungskreuzer und -boote durch moderne Neubauten ersetzen. 2022 ist das neue Trainingsboot CHRISTOPH LANGNER der 8,9-Meter-Klasse zur ständigen Aus- und Fortbildung in Dienst gestellt worden. Es ergänzt die kleine Trainingsflotte der Seenotretter in Neustadt i. H. Zwei Seenotrettungsboote mit den internen Bezeichnungen SRB 84 und SRB 85 für die Rettungsflotte der DGzRS sind im Bau und werden 2023 abgeliefert. Es handelt sich dabei um eine weitere 10,1-Meter-Einheit für die Station Neuharlingersiel und das erste Seenotrettungsboot einer völlig neuen Klasse für Stationen in Mecklenburg-Vorpommern.

Spenden erbeten und notwendig

Die Seenotretter finanzieren sich nach wie vor, ohne jegliche staatlich-öffentliche Mittel zu beanspruchen. Zum Jahresende hoffen die Seenotretter auf die Spendenbereitschaft der Bevölkerung. Die Seenotretter auf Nord- und Ostsee sind auf die Unterstützung der breiten Bevölkerung angewiesen.

www.seenotretter.de